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Herten Innenstadt – jetzt geht es rund

Bereits im Jahre 2009 wurden wir in die Überlegungen zur Umgestaltung der Kaiserstraße und der Einrichtung eines zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) in Herten mit Platzgestaltung der Fußgänger- und Grünbereiche am neuen Kreisverkehrsplatz und Oberflächengestaltung der Fußgänger- und Grünbereiche der Kaiserstraße einbezogen. Da der Planbereich in prominenter Lage zur Innenstadt (hier v.a. Fußgängerbereich Hermannstraße) liegt, wurden über die verkehrlichen und tiefbaulichen Anforderungen (gesonderte Fachplanung) hinaus besondere Anforderungen an die Gestaltqualität des Straßenraumes, quasi in seiner Funktion als „Stadttor“, gestellt. Es wird ein einheitliches Gestaltungskonzept zugrunde gelegt. Die Oberflächengestaltung orientiert sich an Motiven aus der Innenstadt und setzt damit die beabsichtigte Wiedererkennung von Gestaltungselementen rund um die Innenstadt fort: Pflasterstreifen, entweder als „feiner Nadelstrich“ in der Fläche oder als „breite Applikation“ zur Markierung von wichtigen Übergängen. Das Ensemble wird ergänzt durch eine streifenförmige Erdmodellierung der Kreisinnenfläche, die sich gewölbt wie ein Uhrglas über die Fläche erhebt und zu beiden Seiten mit einer Betonmauer eingefasst ist. In die Mauern sind Glasbruch-Gabionen integriert, die mit eingebauten Lichtleisten in der Nacht dezent illuminiert werden. Der aus Gründen der Verkehrssicherheit erforderliche „Durchlaufschutz“ zwischen den Fahrspuren wird nicht als gestalterisch störendes Hindernis gesehen, sondern wird zum „Accessoir“ im Straßenraum. Im Rhythmus der Bänderung werden die Zaunfelder ebenfalls als „Glasbruch-Gabionen“ gestaltet, die auch in der Nacht beleuchtet werden. Ein modernes Ambiente. Die Ausführungsplanung/Bauüberwachung erfolgte in den Jahren 2011 – 2014 im Auftrag der Stadt Herten.

In der Folge haben wir im Jahr 2013 das Gestaltungskonzept Innenstadt Herten erstellt und im Jahr 2014 die Entwurfsplanung für zwei zentrale Fußgängerbereiche „Obere Ewaldstraße“ und „Hermannstraße“ vorgelegt. Auf der Grundlage dieser Entwürfe wurden bzw. werden beide Bereiche in den Jahren 2015 – 2016 realisiert.

 

Kernelemente der Innenstadtgestaltung :

  • Schaffung einheitlicher „Gestaltungsfamilien“ (Möblierung, Pflaster)
  • Definition Platz- und Verbindungsbereiche
  • Territoriale Gliederung des öffentlichen Raumes
  • Freihaltebereiche (Feuerwehr, F+R, Veranstaltungen)
  • Freistellung historischer Fassaden
  • Erhalt aller Großbäume
  • Ergänzung durch einheitliche Pflanzkübel
  • Wertige Pflasteroberflächen (Natursteinvorsatz)
  • Ergänzung taktiler Elemente

 

Fußgängerbereiche : „Territoriale Markierung“ – Leitlinien/Teppiche

  • Zusammenfassung vertikaler Elemente (Teppiche)
  • Schaffung von klar erkennbaren Lauf-/Radfahrwegen
  • Markierung der Vorzonen (Teppiche und Linien)
  • Insgesamt geordnet und funktionsfähig
  • Klare Ablesbarkeit von Lauf-/Radfahrwegen
  • Angebot nutzbarer Vorzonen
  • Verbesserung für Feuerwehr, Unterhaltung, öffentliche Nutzbarkeit

 

Zum gesamten Planungsprozess ist eine intensive Bürgerbeteiligung erfolgt : Bürgerwerkstatt Innenstadt, „Stammtisch“ Innenstadt, Versammlung Gewerbetreibende, …