FREESE LANDSCHAFTSARCHITEKTUR ∙ ALTENDORFER STRASSE 274 ∙ 46282 DORSTEN

MAIL : landschaft@freese-planung.de ∙ TELEFON : +49 2362 9939970 ∙ FAX : +49 2362 9939979

Print Friendly, PDF & Email

Wind in Haltern am See – Steuerungspotenzial durch Konzentrationszonen?

Die Stadt Haltern am See hat einen sachlichen Teilflächennutzungsplan mit Konzentrationszonen für Windenergieanlagen aufgestellt. Das Oberverwaltungsgericht NRW hat diesen Plan für unwirksam erklärt, da Wald bei der Ausweisung von Konzentrationszonen ausgeschlossen war (Hinweis: Die Kommune konnte zu dem Zeitpunkt nicht anders entscheiden, da übergeordnete (nach Auffassung des Gerichtes nicht mehr haltbare) Vorgaben zu beachten waren.) und im Ergebnis der Nutzung der Windenergie nicht genügend substanzieller Raum verschafft wurde.

Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Haltern am See uns im Jahre 2016 beauftragt, die wir über Jahre den Planungsprozess mit Fachbeitrag, Begründung und Umweltbericht sowie Verfahrensbegleitung (Termine, Stellungnahmen etc.) und Planerstellung sowohl zum Teilflächennutzungsplan als auch zu zwei Bebauungsplänen begleitet haben, das Steuerungspotenzial durch Konzentrationszonen für Windenergieanlagen im Stadtgebiet nach den neuen Maßgaben zu ermitteln. Die Potenzialstudie ist eine der Grundlagen für den Rat der Stadt, darüber zu entscheiden, ob es sinnvoll ist, einen neuen Anlauf für die Aufstellung eines Teilflächennutzungsplans zu starten, ggf. mit dem Risiko, erneut vor Gericht zu scheitern.

Nach dem Ergebnis, das wir vorgestellt haben, muss die Stadt weitgehend ihr Flächenpotenzial (nach Abzug der mit sogenannten harten und weichen Kriterien belegten Flächen) ausschöpfen, um der Nutzung der Windenergie substanziellen Raum zu verschaffen (und damit auch vor Gericht standhalten zu können). Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich etwa zwei Drittel dieser Flächen im Misch-/Nadelwald im Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland befinden. Es ist noch nicht bekannt, wie sich Regionalplanung, Kreisverwaltung und Landesbetrieb Wald und Holz NRW sowie Naturschutzverbände positionieren werden.